Regulierung Säure-Basen Haushalt

Regulierung Säure-Basen Haushalt: In sämtlichen Organismen stehen Basen und Säuren in einem lebenswichtigen Gleichgewicht. Diese beeinflussen in erheblichem Maße unseren Stoffwechsel sowohl positiv als auch negativ. Sämtliche Stoffwechselprozesse sind von verschiedenen Bedingungen abhängig. So vor allem von einer ausreichenden Sauerstoff- und Nahrungszufuhr sowie vom richtigen pH-Wert.

Optimaler pH-Wert – Säure-Basen Haushalt regulieren

Der pH-Wert ist dann ideal, wenn die zahlreichen Enzyme in unserem Körper beste Bedingungen vorfinden, um Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße in Energie umwandeln können. Das sorgt dafür, dass Organe, Muskeln sowie Zellen im Körper bestmöglichst versorgt werden und funktionieren. Je nach Körperregion und Organ, fallen diese optimalen Bedingungen anders aus.

So muss es im Magen etwa sehr sauer zugehen, um Bakterien abtöten zu können. Der Speichel im Mund dagegen, muss eher basisch sein um die Nahrung optimal für die Verdauung vorzubereiten. Um den sauren Magenbrei im Dünndarm zu neutralisieren, bildet unser Körper die gleiche Menge an Basen.

So ist unser Organismus mithilfe seiner ausgeklügelten Regulationsmechanismen ständig darauf bedacht, einen Säure-Basen-Ausgleich zu schaffen. Das komplexe Regulationssystem als Ganzes ist auch als Säure-Basen-Haushalt bekannt. In dieses System eingebunden sind insbesondere Organe wie Niere, Lunge, Bindegewebe sowie das Blut.

Organismus gleicht kurzfristige Ungleichgewichte aus

Konkret beschreibt der Säure-Basen-Haushalt ein Regelsystem des Körpers, welches sicherstellt, dass der pH-Wert auf den eindeutig definierten Bereich von 7,37 bis 7,43 konstant gehalten wird. Reguliert wird dieser leicht alkalische Wert durch unterschiedliche Parameter: So können Basen oder Säuren dank der Puffereigenschaften des Blutes neutralisiert werden.

Ferner können sie über die Nieren oder Lunge ausgeschieden werden. Neben Faktoren wie Nierenfunktion oder Atmung beeinflusst auch die Ernährung den Säure-Basen-Haushalt.

So erhöht vor allem Fleisch die Säurebelastung des Körpers, was jedoch gesunde Menschen über das Puffersystem auszugleichen wissen – sofern diese zumindest von überschaubarer Dauer ist. Denn wird der Säure-Basen-Haushalt langfristig gestört, droht eine Übersäuerung.

Gründe und Folgen einer Übersäuerung

Eine Übersäuerung ist in den meisten Fällen das Ergebnis einer überwiegend säurelastigen Ernährung. Gemeint sind hierbei insbesondere fixe Säuren, die nicht abgeatmet werden können und beim Abbau phosphor- und schwefelhaltiger Verbindungen entstehen.

Gesund essen Regulierung Säure-Basen-Haushalt optimal
Gesund essen Regulierung Säure-Basen-Haushalt optimal

Schwefel findet sich vor allem in den Aminosäuren Cystein und Methionin und kommt demzufolge in sämtlichen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln vor.

Solche Lebensmittel sind zum Beispiel Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte, wobei deren Anteil in Käse, Fisch und Fleisch noch höher ist. Zu den sauren Lebensmitteln gehören auch Brot, Reis, Nudeln, Milchprodukte, Alkohol, Honig und Zucker.

Kann der Körper nun die Säuren nicht über den Schweiß, die Atmung, sowie Stuhl und Urin ausscheiden, weil die Puffersysteme überlastet sind, kommt es zu einer Übersäuerung (Azidose).

Der pH-Wert sinkt, denn die nicht ausgeschiedenen Säuren werden im Körper gelagert und entziehen Zähnen, Knorpeln sowie Knochen, wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat .Eine gesunde Ernährung ist deshalb auch hier ein guter Ansatz um den Körper in ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis zu bringen.

Regulierung Säure-Basen-Haushalt – wichtige Faktoren!

Bereits eine latente Übersäuerung belastet den Energiestoffwechsel und begünstigt Krankheiten. Bekannt sind Neuralgien, Konzentrationsschwäche, Rheuma, unspezifische Verdauungsprobleme, Muskelverhärtungen, Arthritis, Muskelverhärtungen, Osteoporose, chronische Entzündungen, Allergien und Müdigkeit die auf Grund eines Ungleichgewichtes von Säuren und Basen im Körper auftreten können.

Zu den weiteren Faktoren einer Übersäuerung bzw. eines unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts zählen:

  • Chronische Entzündungen
  • Chronischer Stress
  • Exzessiver Sport
  • Low-Carb-Diäten
    Rauchen
  • Nahrungsmittel mit hohem Anteil an tierischen Eiweißen

Bei Intensivsport und Stress droht Übersäuerung

Intensive körperliche Belastungen führen dazu, dass die Muskulatur immer mehr Energie in kurzer Zeit benötigt. Bei steigendem Tempo ist es dem Körper allerdings irgendwann nicht mehr möglich, einen ausreichenden Sauerstofftransport zur Muskulatur sicherzustellen. Tritt dies ein dann beginnt der Körper damit, seine Energie aus Kohlenhydraten zu produzieren.

Hierbei entsteht viel Milchsäure die auch Laktat genannt wird, im Körper.  Dieses Laktat sammelt sich bei anhaltender Belastung in den Muskeln an und gelangt in den Blutkreislauf . Versagen nun die körpereigenen Puffersysteme kommt es zu einer Übersäuerung des Organismus. Dies bedeutet keinesfalls, dass von jeglicher sportlichen Betätigung abzusehen ist, ganz im Gegenteil.

Sport kann Säure-Basen-Haushalt regulieren helfen

Wer sich viel und regelmäßig bewegt, kann nämlich nachweislich die Säure-Ausscheidung begünstigen. Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wird auch durch zusätzlichen Stress gefördert und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Durch Stress werden die Hormone Noradrenalin und Adrenalin ausgeschüttet, welche Blutdruck, Herzschlag sowie Atemfrequenz erhöhen, während die Atemtiefe sinkt.

Aufgrund dieser Umstände werden Fettsäuren freigesetzt und sich gleichzeitig die Basenbildung angesichts der flacheren Atmung reduziert. So endet schlussendlich auch der Abbau der Stresshormone in der Produktion einer Säure, die sich in Situationen angespannter Muskeln auch nur sehr zögerlich abtransportieren lässt.

Weitere Informationen und Produkte zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts

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